Meine Bewerbung bei YFU:

 

Alls erstes habe ich mir natürlich auf der Seite von YFU die Unterlagen "bestellt". Da es aber gerade einmal Februar war, musste ich noch bis Mai auf die Unterlagen warten. Während ich auf die Unterlagen gewartet habe, habe ich auch noch die Online-Bewerbung angefordert. Eben nur so zur Sicherheit. Und dann folgte das ewige Warten, dass es doch endlich Mai werden würde.

 

Als die Unterlagen dann endlich da waren, machte ich mich sofort an die Arbeit. Die Online-Bewerbung war einen Tag früher da als die Schriftliche, nur so als Anmerkung. Ich entschloss mich dafür, auch weil meine Mutter mir dazu ried, die schriftliche Bewerbung auszufüllen. Am nächsten Schultag gab ich meiner Lehrerin direkt das Schulgutachten, was ausgefüllt werden musste. Sie versprach mir es bald fertig zu machen. Am gleichen Abend begann ich damit meinen Entwicklungsbericht zu schreiben. Er wurde 3 Seiten lang. Als ich ihn am nächsten Tag meiner Deutsch- und auch Klassenlehrerin zeigte, weil sie ihn auf Rechtschreibfehler kontrolieren sollte, meinte sie, das er nicht lesbar sei. Sehr deprimiert ging ich nach Hause. Aber glücklicher Weise erbarmte sich meine Oma, ihn mit mir zu überarbeiten. Somit war er dann lediglich noch 1 1/2 Seiten lang. Wiederum zeigte ich ihn meiner Lehrerin und sie meinte, dass er schon viel besser sei und auch sie überarbeitete ihn mit mir. Als ich ihn später noch einmal ordendlich abschireb, viel mir auf, dass ich etwas vergessen hatte und schrieb den Teil darüber, wieso ich unbedingt nach Finnland will, kurzerhand selbst. Meine Mum meinte dann, dass es der einzige Teil ist, der wirklich nach mir klingt. Als ich den Entwicklungsbericht endlich fertig hatte, kümmerte ich mich noch um die restlichen Unterlagen, welche ich, Gott sei Dank, ohne grobe Rechtschreibfehler fertig bekam (es war nur ein Fehler bei der Groß-und Kleinschreibung).  Mein Lehrergutachten fiel auch sehr gut aus, nur dass mich der Satz: "Zeitweise überschätzt Franziska ihre eigenen Fähigkeiten" etwas ärgerte. Aber wenn es so ist, soll es mir recht sein. So eine schreckliche Eigenschaft ist das ja nun auch wieder nicht. Sehr bald schon stand ich mit meiner Mutter und meinem Bruder im Schreibwarenladeneck und klebte aufgeregt den Umschlag mit meinen Unterlagen zu, bereit ihn zu YFU zu schicken.

 

Bereits nach wenigen Tagen erhielt ich die Eingangsbestätigung, doch dann musste ich wieder warten.

 

Nach 2 oder 3 Wochen bekam ich dann den Brief mit einer Einladung zum langersehnten Auswahlgespräch am 3. Juli in Berlin.



 

 


 

Der Höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden

John Ruskin