Eine wirklich gute Frage. Und dazu kann ich auch nur noch sagen: Ich weiß es nicht mehr so ganz genau. Wahrscheinlich, weil es schon so lange her ist.

Die Geschichte von mir und dem Schüleraustausch began in den Weihnachtsferien 2008. Ich hatte mich ja immer schon für andere Kulturen interessiert und ich war auch nie der Mensch, der keine Möglichkeiten sucht, von Zuhause und dem Alltagstrott wegzukommen. Jedenfalls schaute ich mir ab und zu mal eine Sendung auf VOX an, ihr Name: Auf und davon. Es war wirklich total spannend und dabei erfuhr ich das Erste mal, dass es möglich war, mal im Ausland zur Schule zu gehen. Mein erster Wunsch war nach Spanien zu gehen. Ich wollte einfach mal wissen, wie es dort ist. Ich war schon als Kind ein paar mal dort, konnte mich aber nicht mehr genau daran Erinnern. Auch war ja 2008 die Fußball-Em und Spanien hatte gewonnen, was mich noch mehr darauf Aufmerksam machte. Also fing ich mich an über Spanien zu informieren. Und ich fand sogar recht viele Organisationen, die einen Austausch dorthin anboten. Als ich mich genug informiert hatte, hielt ich es für den richtigen Zeitpunkt meine Eltern zu fragen. Beide waren geschockt und es hieß sofort: Nein! An diesem Abend weinte ich noch bitterlich... Nach den Weihnachtsferien behielt ich diesen Gedanken jedoch immer im Hinterkopf.

Einige Zeit später, ich kann nicht genau sagen wann, fuhr unsere Englischlehrin für einige Zeit in die USA - ich glaube das war so eine Art Lehreraustausch- und vorher erzählte sie uns davon, dass wir ihr doch E-Mail Adressen mitgeben könnten, um Brief(Mail-)Freundschaften zu knüpfen. Natürlich nahm ich diese Chance wahr. Als meine Lehrein dann wieder zurück kam, hatte sie "Post" für mich dabei. Einem US-Amerikanisches Mädchen hatte mein Steckbroef gefallen und sie hatte mir einen kleinen Brief geschrieben, natürlich auf Deutsch. Schon lustig was sie sich da für Satze zusammen gebastelt hatte. Die Amerikaner lernen Deutsch nämlich in Wortgruppen. Daraus entstehen dann natürlich auch Sätze wie: Ich mag Tasse Kakao und PIzza. Auf jedenfall setzte ich mich am Nachmittag gleich an den PC, aber sie war schneller. Sie erzählte mir viele Dinge über die USA und ich interessierte mich immer mehr dafür und die Idee zu einem Austausch dorthin reifte. Also fing ich wieder an, mich zu informieren und ich steiß auf das PPP. Als ich alles was ich wissen musste, zusammen hatte, folgte das Härteste: diese Idee meinen Eltern beizubringen und sie zu überzeugen... und ich scheiterte wieder...

Jedoch einen kleinen Erfolg hatte ich erzielt. Meine Eltern sagten: Wenn du einen Austausch machen willst, dann entweder Nordeuropa oder Westeuropa... aber mit Einschränkungen. Sie versuchten mich zu Dänemark oder Norwegen umzustimmen, weil sie mich sowieso nicht davon abbringen konnten. Also fing ich mich an, darüber zu informieren. Im Herbst 2009 machten wir wieder einmal Urlaub in Dänemark. Klar, es ist ein schönes Land, etwas flach, wie mein Vater immer sagt, aber doch ganz schön. Trozdem wollte ich dort hin keinen Austausch machen. Ich weiß, das wird doof klingen, aber es war mir nicht weit genug weg. Blieb also nur noch Norwegen...

Natürlich ist Norwegen auch wunderschön und ein Austausch dort hin hätte mir bestimmt auch gefallen, doch dann trat ein anderes Land auf meinen Radarschirm... Finnland.

Und wieso ich da hinmöchte, das kannst du unter Finnland 2011/12 lesen.

 

 

 

Gut ist der Vorsatz, aber schwer die Erfüllung

Johann Wolfgang Goethe